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Hufrehe PDF Drucken E-Mail

Die Hufrehe, auch Laminitis genannt, ist eine, nicht durch Infektionserreger hervorgerufene, Pferdekrankheit.

Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Huflederhaut. Bei einer akuten Hufrehe handelt es sich um einen Notfall, welcher sofortiger Behandlung durch einen geschulten Tierarzt bedarf, da sich die Hufkapsel von der Lederhaut ablöst und es in schlimmen Fällen zum "Ausschuhen" kommen kann.

Die Ursachen dieser Krankheit können verschieden bedingt sein. Gleich ist allerdings in allen Fällen, dass die Hufrehe zu einer Störung der Mikrozirkulisation des Blutes an der betreffenden Stelle führt.

Die ersten Symptome der Krankheit werden nur selten bemerkt, da sich eine Veränderung im Minutenbereich abspielt. Anzeichen sind zu Beginn ein etwas kühlerer Huf als im Normalfall, welcher wärmer wird wenn bereits eine Entzündung eingetreten ist. Dabei ist eine Schwellung des Kronrandes und ein klammer, verhaltener Gang beim Tier zu beobachten. Die Schritte werden dabei immer kürzer und flacher, zum späteren Zeitpunkt sogar steif. Tritt die Hufrehe an den Vorderbeinen auf verlagert das Tier sein Gewicht auf die Vorderhand und die Trachten und stellt die Hinterbeine unter den Bauch nach vorn. Bei Erkrankung der Hinterbeine stellt das Pferd die Vorderbein weit nach hinten, belastet die hinteren Hufe im Wechsel und senkt zum Ausgleich des Gewichtes den Kopf. Weitere Anzeichen, welche Hinweise auf die Krankheit geben können sind Fieber, erhöhte Atemfrequenz und erhöhter Puls sowie allgemeine Unruhe, Schmerzen und Verweigerung des Fressens.

Ist das Tier erstmal erkrankt ist schnelle Hilfe durch einen Tierarzt oder, bei leichteren Fällen, des Hufschmiedes oder Hufheilpraktikers unbedingt erforderlich. Bis dieser eintrifft ist anhaltendes kühlen der betroffenen Stelle mit sehr kaltem Wasser ideal. Dies hilft die Entzündung zu hemmen und lindert die Schmerzen. Das Tier kann auch in Eimern mit kalten Wasser gestellt werden, falls sich das Eintreffen des Arztes verzögert. Das Tier sollte jetzt nur Heu oder Stroh zu sich nehmen. Diese Futterumstellung ist auch bei allen anderen Arten von Rehe zu empfehlen. Desweiteren sollte Stress für das Tier in dieser Zeit vermieden werden.

Bei der Therapie durch den Tierarzt wird die Linderung der Schmerzen und die Durchblutungsförderung im Vordergrund stehen. Hierzu werden homöopathische Mittel und schmerzstillende Substanzen zum Einsatz kommen.

Die Heilungschancen sind von verschiedenen Faktoren abhängig. So spielt das Alter des Tieres, die Begleiterscheinungen sowie die Vor- und Zusatzerkrankungen eine große Rolle. Durch Vermeidung von Stress, artgerechter Haltung und einer täglichen Hufpflege kann dieser Krankheit jedoch sehr gut vorgebeugt werden.

 
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