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Der richtige Sattel PDF Drucken E-Mail

Um zu reiten sollte man unbedingt einen Sattel verwenden. Zu häufiges Reiten auf dem bloßen Pferderücken belastet die Wirbelsäule der Tiere sehr.

Es gibt verschiedene Arten von Sätteln, je nachdem wofür sie gebraucht werden.


Englischsattel

Der Englischsattel ist, wie der Name bereits sagt, für das Englischreiten der richtige Sattel.
Es handelt sich hierbei um die erste Entwicklungsstufe, die sich vom Trachtensattel abwandelt.
Der Sattel ist von der Fläche, die auf dem Pferderücken aufliegt, wesentlich kleiner und daher nur für
kurze Belastungszeiten (z.B. Reitstunde oder Ausritt) angedacht.
Durch die geringere Größe können die Hilfen leichter gegeben werden und das Pferd versteht schneller, was man
von ihm möchte.

Dressursattel

Dieser Sattel ist eine Art Englischsattel. Allerdings sitz der Reiter in einem Dressursattel tiefer und weniger
gepolstert. Er hat noch weniger Auflagefläche und eignet sich daher nur für das Dressurreiten und nicht für andere Aktivitäten
zu Pferde.
Dafür ist er optimal, um dezente Hilfen zu geben, was im Dressursport ja sehr wichtig ist.

Springsattel

Der Springsattel ist ein wenig länger als der Dressursattel. Dies kommt daher, dass der Sattel so weiter vorne an den Seiten auf Höhe des Widerristes liegt. Dort ist er durch dicke Polsterungen noch weicher; Diese "Polsterbälle" nennt man Pauschen, sie ermöglichen dem Reiter einen besseren Halt beim Landen.
Zudem ist er breiter und allgemein sehr viel mehr gepolstert, was nicht nur für das Pferd angenehmer ist.

Vielseitigkeitssattel

Er ist eine Mischung aus Dressur- und Springsattel und wird ausschließlich von Anfängern und von Freizeitreitern
verwendet. Fortgeschrittene und Profis verwenden ihn nicht mehr, da er sich für eine Vielseitigkeitsprüfung nicht eignet.
In den verschiedenen Teilprüfungen werden die jeweiligen Sättel verwendet (Dressurprüfung -> Dressursattel, Springprüfung und Geländeritt -> Springsattel).

Distanzsattel

Ein Distanzsattel ist so gebaut, dass der Reiter für über 100km bequem und schmerzfrei sitzen kann. Auch für das Pferd ist dieser Sattel sehr bequem, da besonders das Pferd über die Dauer eines solchen Rittes mit Gewicht belastet wird.
Oftmals bilden sich Druckstellen auf extrem langen Ritten; bei einem Distanzsattel müsste man den Sattel falsch auflegen, damit Druckstellen entstehen.

Westernsattel
Der Westernsattel ist ein ganz besonderer Sattel.
Er wurde eigentlich für die Arbeitsreiterei gebaut, doch nun erfreuen sich immer mehr Menschen an einem solchen
Sattel. Er sieht nicht nur gut aus (Bei Sonderanfertigungen kann man sogar selbst bestimmen, wo man Zierbleche anbringen möchte.), sondern ist für langes bequemes Sitzen geschaffen. Er ist zudem praktisch gebaut; Die Arbeiter konnten ihre Lassos am Bockhorn befestigen. Heute wird das Bockhorn nicht mehr benötigt, dient es doch aber als Schmuck und für Reitanfänger eine Möglichkeit sich festzuhalten.
Ein Westernsattel ist ganz besonders breit und hat tiefe und große Sitzflächen. Am Ende der Sitzfläche erhebt sich die Sitzfläche zu einer Art Rand. Dies lässt einen Reiter besonders sicher im Sattel sitzen.

Pferde Sattel



Damensattel
Ein Damensattel wurde früher eingeführt, um auch den Frauen Reiten zu ermöglichen. In den normalen Sätteln hätten sie die Beine spreizen müssen, was als unzüchtig galt. Zumal Frauen damals nur Kleider und Röcke trugen, Hosen waren ihnen damals verboten. Einen Damensattel findet man überwiegend im Westernreitsport.
Bei einem Damensattel werden beide Beine links vom Pferd gehalten. Ausnahmen, wo die Beine rechts gehalten werden, sind sehr selten.
Das zweite Bein auf einer Seite wird über eine spezielle Vorrichtung am Sattel gelegt.
Das Balancehalten ist ein wenig schwieriger, da das Gewicht ungleichmäßig verteilt ist.

Rennsattel
Rennsättel werden in Galopprennen eingesetzt. Sie sind extrem klein und leicht. Das Sitzen ist in einem Rennsattel kaum möglich; Die Jockeys stehen in den Sätteln, damit die Pferde besonders viel Bewegungsfreiheit haben. Dies ist wichtig, um die Höchstgeschwindigkeit aus einem Pferd rauszuholen um so einen Sieg nach dem anderen einzufahren.

Wanderreitsattel

Als Wanderritt bezeichnet man Ritte, die über mehrere Tage gehen (eingeschlossen auch Pausen und Übernachtungen in Wanderreitstationen).
Um nun für diese lange Zeit bequem zu sitzen wurde speziell der Wanderreitsattel gebaut. Er ist extra breit, lang und bequem.
Am Ende sind genügend Möglichkeiten Satteltaschen und Gepäck mit anzubringen.

Maremmanasattel

Der Maremmanasattel wurde/wird von Rinderhirten in der Toskana genutzt. Es ist ein dicker Ledersattel, der mit ganz viel Tierfell gefüllt ist.
Er eignet sich nur für den Gebrauch für eine bestimmte Person und einem bestimmten Pferd, da sich der Sattel Pferd und Reiter genau anpasst.
Würde man den Sattel für andere Pferde/Reiter verwenden, wäre dies so, als würde man einen drückenden Schuh anziehen; Unbequem wäre es für den Reiter, schmerzhaft für das Pferd. 

 

 

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